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Pressespiegel:

05. Juli 2009
Fink stellt Wahlprogramm vor

Kein Mann für Schnellschüsse

Lothar Fink präsentiert sein Wahlprogramm, mit dem er am 30. August die Nachfolge von Dietmar Brockmeyer antreten will.
Nordwalde. Gestern Morgen beim Pressefrühstück: Zwei Tage nach seiner Informationsveranstaltung mit überwiegend Rathaus-Mitarbeitern (die WN berichteten) ist Lothar Fink zwar locker und gelassen, aber gleich wieder beim Thema: „Nur wenn das Umfeld gut ist kann man von seinen Mitarbeitern auch gute Leistungen erwarten.“ Das Ziel einer bürgernahen Verwaltung inklusive saniertem Rathauses rangiert bei ihm ganz oben. Zumindest auf dem Papier. Vor ihm liegt sein Wahlprogramm - zusammengeheftet als 16-seitige Broschüre mit farbigem Deckblatt -, das just fertig geworden ist und jetzt unters Wahlvolk gebracht werden soll.

Der Kandidat von SPD, UWG und Grünen hat 14 Ziele herausgearbeitet, die im Falle seiner Wahl die Schwerpunkte seiner Arbeit bilden sollen: Die Verlagerung der Sportstätten gehört ebenso dazu wie die Gestaltung des Ortskerns, die Förderung der Wirtschaft und der Ankauf des Bispinghofes durch die Gemeinde. „Natürlich kann man das nicht alles sofort umsetzen. Deshalb habe ich mein Programm auch ,Nordwalde 2020 genannt“, sagt Fink. Er will die Erwartungen an die Zeit direkt nach der Wahl nicht zu hoch schrauben, setzt stattdessen darauf, die Ziele nach und nach zu verwirklichen: „Legt man die Steuerschätzungen zugrunde, wird es in den kommenden Jahren immer schwieriger.“

Beim Thema Finanzen will er sich und dem Wähler nichts vormachen: „Selbst eine noch so sparsame Haushaltspolitik kann bei den wegbrechenden Steuereinnahmen vielleicht nicht verhindern, dass Nordwalde wieder in die Haushaltssicherung rutscht.“ Fink will den Spagat zwischen einem soliden Haushalt und der Entwicklung der Infrastruktur schaffen, in dem er Sparpotenziale weiter nutzt - dazu gehören energetische Sanierungen genau so wie die verstärkte Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen.

Trotz der zu erwartenden Kosten bei sinkenden Einnahmen sieht Fink keine Alternative zur Verlagerung der Sportstätten. „Die Sportler brauchen entsprechende Anlagen. Und wenn man die Sportplätze nach und nach rüberholt, kann die Gemeinde das schultern.“ Hinzu komme, dass der gültige Flächennutzungsplan der Gemeinde keine andere Wahl lasse. Nur beim Thema Reitanlage will sich Fink noch nicht festlegen: „Da muss man im Gespräch nach Lösungen suchen.“

Bei der Ortskerngestaltung will Fink den von Dietmar Brockmeyer eingeschlagenen Weg weitergehen. Ein attraktiver Ortskern, ein gewisses Maß an Zuzug von Neubürgern und die gezielte Bewerbung der Gewerbegebiete seien für Nordwalde wichtig, um dem demokratischen Faktor entgegenzuwirken und die Infrastruktur aufrecht erhalten zu können.

Auf die Frage, wie er seine Chancen einschätzt, gibt sich der Kandidat diplomatisch und verhalten optimistisch: „50 zu 50.“ Aber vor dem Hintergrund, dass er als Auswärtiger mit sozialdemokratischer Prägung gegen eine einheimische CDU-Kandidatin antrete, sei das „gar nicht schlecht“, so Fink.

VON M. SCHWAKENBERG (WN vom 04. Juli 20099)

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